Open Space mit schallabsorbierenden ACTA Seitenrolladenschränke von König + Neurath, Foro: König + Neurath

17.03.2010 - Projektbericht: Siemens Offenbach

Arbeitsplätze für Kraftwerksplaner

Die Nachfrage nach Energie erzeugenden Anlagen weltweit hält an. Der Unternehmenszweig Energy Sector der Siemens AG plant unter anderem Kraftwerksanlagen in aller Welt. Am Standort Offenbach sind mit dieser Aufgabe ungefähr 1200 Menschen beschäftigt. Als vor zwei Jahren mit einem Neubau an der Kaiserleistraße begonnen wurde, platzten die vorhandenen Büroflächen gleichsam aus allen Nähten, es mussten Ausgleichsflächen angemietet werden. Jetzt konnte der Neubau mit 10.000 Quadratmeter Bürofläche in Betrieb genommen werden. 600 Mitarbeiter, vor allem Ingenieure, haben ihre attraktiven Arbeitsplätze bezogen.

Der neue Gebäudeteil mit der Bezeichnung M²O wurde von der Firma Hochtief nach Plänen des Montabaurer Architekturbüros Graf & Graf errichtet und von der Firma Siemens angemietet. Das Gebäude in der Grundrissform eines schrägen C liegt zwischen dem Main Office 1 und einem weiteren, fremd genutzten Bauteil, der die Öffnung des C beschließt. Im 5-geschossigen Gebäude selbst befinden sich neben der Tiefgarage im Untergeschoss lediglich Büros und Sanitär- und Erschließungszonen, ein Pausenraum im Erdgeschoss lädt zum Verweilen ein. Alle weiteren sozialen Einrichtungen liegen im angrenzenden Main Office 1. Konzeptionell handelt es sich um eine zweibündige Gebäudestruktur, die auf einem Raster von 1,35 m basiert. Das Bürokonzept besteht aus einer Mischung von Zwei- oder Mehrpersonenbüros, die durch Großraumbüros für Projektarbeiten ergänzt werden. Da die überwiegende Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ingenieure sind, die weltweit Kraftwerksanlagen planen, war die Notwendigkeit bestmöglicher Konzentration bei der Arbeit gefordert. Störfaktoren sollten soweit als möglich ausgeschaltet werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde darauf verwendet, akustische Störungen zu minimieren. Da bei den bauteilaktivierten Betondecken auf abgehängte, durchgehende Unterdecken verzichtet wurde, mussten besondere Maßnahmen zur Schallausbreitung und -absorption eingeleitet werden, die das Mobiliar erfüllen sollte. Es wurden in zahlreichen Gesprächen zwischen dem Fachhandelspartner Spielmanns Officehouse (Kronberg), dem Büromöbelhersteller König + Neurath (Karben) und den hausinternen Architekten von Siemens Anforderungen definiert, die dann in mehreren Musterräumen beispielhaft untersucht und getestet wurden.

Das erarbeitete Konzept ergab zwei wesentliche Maßnahmen zur Akustikplanung: parallel zur Fassade wurden Ecophon-Deckensegel zur Schallabsorption abgehängt. Die Hauptaufgabe zur Vermeidung ungewünschter Schallausbreitung übernehmen aber die 1600 ACTA Seitenrolladenschränke von König + Neurath. Diese Schränke wurden in intensiver Zusammenarbeit mit dem Hersteller von Kunststoffrolläden, der Firma Rehau, konstruiert. Rehau hat unter der Produktbezeichnung Rauvolet acoustic-line ein Schallabsorptionssystem für Möbel entwickelt, das die Lärmbelastung sowohl im hoch- wie im tieffrequenten Bereich stark reduziert. In diesem Fall kommen senkrecht stehende Kunststoffrolläden zum Einsatz, die in einem bestimmten System gelocht sind und in den Hohlkammern ein hochabsorbierendes Akustikvlies enthalten. Da die Schränke in hoher Zahl zur Gliederung der Arbeitsbereiche eingesetzt werden, werden durch die Minimierung der Schallausbreitung die Störungen durch Geräusche aller Art vermindert. Das trägt wesentlich zur Konzentration bei der Arbeit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz bei. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beim Umzug der Schallschutz gleich mit wandert. Ein Großteil der sechshundert Arbeitsplätze wurde mit dem Arbeitsplatzprogramm höheneinstellbar METRA von König + Neurath ausgestattet. METRA, schon fast ein Klassiker, ist ein außerordentlich vielseitiges und sehr funktionales Tischsystem, das hier seine Vorzüge in den Tischformaten 200 x 80 cm und 160 x 80 cm, ausgestattet mit Platten in Ahorndekor und aluminiumfarbenen Gestellen, beweisen kann. In besonderen Fällen kommen die elektromotorisch höhenverstellbaren Sitz-Stehtische aus dem Programm CITO.S in gleicher Ausführung zum Einsatz. Alle Arbeitsplätze sind elektrifiziert und werden ergänzt durch passende Rollcontainer. Aufgrund der Bauteilaktivierung wurde ein Stehleuchtenkonzept vom Bauherren Hochtief zur Ausführung gebracht. Die Leuchte des Herstellers Waldmann ist in den METRA-Doppelarbeitsplatz über einen modifizieren Kabelauslass passgenau integriert und bringt blendfreies Licht, der Raum wird über das von der weißen Decke und den Deckensegeln reflektierte Licht beleuchtet. Wenn das Umfeld in der beschriebenen Form optimal gestaltet ist, bleibt letztlich die Anforderung des guten Sitzens bei der Arbeit. Auch hier konnte König + Neurath mit einem Produkt überzeugen, das durch seine ergonomischen und funktionalen Qualitäten besticht. Das Drehstuhlmodell JET-ONE bietet optimalen Sitzkomfort und wird ergänzt durch diverse Besucherstuhlmodelle. Trotz vorhandenem GS-Zeichen wünschten sich die Ingenieure von Siemens eine weiter verbesserte Kippsicherheit des Stuhlmodells, was in Zusammenarbeit von LGA (Landesgewerbeamt), König + Neurath und Bauherrschaft nach einigen Tests mit wenigen Eingriffen realisiert werden konnte. Insgesamt wurde bei der Ausstattung von Siemens in Offenbach deutlich, dass trotz konjunkturbedingter Preissituation die Produkte von König + Neurath auf der ganzen Linie überzeugen konnten. Vor allem die Faktoren Qualität, Funktionalität, Dienstleistung und Service waren letztlich dafür verantwortlich, dass sich der technisch anspruchsvolle Bauherr für die gewählten Lösungen entschied. Dabei hat sich Spielmanns Officehaus Kronberg mit einer logistischen Glanzleistung, der optimalen Anlieferung, Einbringung und Aufstellung der Möbel sehr überzeugend präsentiert. Autor/in: W.O.Geberzahn

BLÄTTERN   
17.03.2010 - Projektbericht: Siemens Offenbach

Arbeitsplätze für Kraftwerksplaner

Die Nachfrage nach Energie erzeugenden Anlagen weltweit hält an. Der Unternehmenszweig Energy Sector der Siemens AG plant unter anderem Kraftwerksanlagen in aller Welt. Am Standort Offenbach sind mit dieser Aufgabe ungefähr 1200 Menschen beschäftigt. Als vor zwei Jahren mit einem Neubau an der Kaiserleistraße begonnen wurde, platzten die vorhandenen Büroflächen gleichsam aus allen Nähten, es mussten Ausgleichsflächen angemietet werden. Jetzt konnte der Neubau mit 10.000 Quadratmeter Bürofläche in Betrieb genommen werden. 600 Mitarbeiter, vor allem Ingenieure, haben ihre attraktiven Arbeitsplätze bezogen.

Der neue Gebäudeteil mit der Bezeichnung M²O wurde von der Firma Hochtief nach Plänen des Montabaurer Architekturbüros Graf & Graf errichtet und von der Firma Siemens angemietet. Das Gebäude in der Grundrissform eines schrägen C liegt zwischen dem Main Office 1 und einem weiteren, fremd genutzten Bauteil, der die Öffnung des C beschließt. Im 5-geschossigen Gebäude selbst befinden sich neben der Tiefgarage im Untergeschoss lediglich Büros und Sanitär- und Erschließungszonen, ein Pausenraum im Erdgeschoss lädt zum Verweilen ein. Alle weiteren sozialen Einrichtungen liegen im angrenzenden Main Office 1.

Konzeptionell handelt es sich um eine zweibündige Gebäudestruktur, die auf einem Raster von 1,35 m basiert. Das Bürokonzept besteht aus einer Mischung von Zwei- oder Mehrpersonenbüros, die durch Großraumbüros für Projektarbeiten ergänzt werden. Da die überwiegende Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ingenieure sind, die weltweit Kraftwerksanlagen planen, war die Notwendigkeit bestmöglicher Konzentration bei der Arbeit gefordert. Störfaktoren sollten soweit als möglich ausgeschaltet werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde darauf verwendet, akustische Störungen zu minimieren.

Da bei den bauteilaktivierten Betondecken auf abgehängte, durchgehende Unterdecken verzichtet wurde, mussten besondere Maßnahmen zur Schallausbreitung und -absorption eingeleitet werden, die das Mobiliar erfüllen sollte. Es wurden in zahlreichen Gesprächen zwischen dem Fachhandelspartner Spielmanns Officehouse (Kronberg), dem Büromöbelhersteller König + Neurath (Karben) und den hausinternen Architekten von Siemens Anforderungen definiert, die dann in mehreren Musterräumen beispielhaft untersucht und getestet wurden.

...weiter

© König & Neurath AG 2010, in Zusammenarbeit mit wissenschaft.de  | Kontakt  | Impressum