27.01.2010 - Gesundheit

Wer rastet, der rostet – Bewegung hält gesund!

Nichts dominiert unseren Alltag so sehr wie das Sitzen: Wir sitzen am Frühstückstisch und im Büro, wir sitzen im Meeting und im Flieger, wir sitzen im Wartezimmer und im Auto, und wenn wir abends nach Hause kommen, sitzen wir wieder vom dem Fernseher. Gleichzeitig sind wir eine mobile Gesellschaft, die sich sowohl in virtuellen wie realen Räumen ununterbrochen bewegt. Das allerdings meistens sitzend. Es klingt paradox, wenn wir uns durch die ganze Welt bewegen, gleichzeitig aber unter Bewegungsmangel leiden. Die Folgen sind aber dramatisch: Herzleiden, Bluthochdruck und Übergewicht könnend das Leben verkürzen.

Eigentlich kannten wir die Zusammenhänge schon immer, wie unsere Vorfahren bereits wussten: „Wer rastet, der rostet.“ Doch heute lassen wir uns nur noch von wissenschaftlichen Erkenntnissen und entsprechenden Studien beeindrucken. Jetzt wurde eine Studie von einem Forscherteam um Dr. David Dunstan aus Melbourne / Australien veröffentlicht, die den Zusammenhang von Bewegungsmangel aufgrund zu hohen Fernsehkonsums und Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislaufleiden nachweist. Die Wissenschaftler vom Herz- und Diabetesinstitut in Melbourne hatten mehr als 8.800 Australier über sechs Jahre beobachtet und untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: wer täglich mehr als vier Stunden vor dem Fernseher saß, hatte ein doppelt so hohes Risiko an einem Herz- oder Kreislaufleiden zu sterben. Das Problem sei das regungslose Sitzen, meint Dr. Dunstan. „Dann bewegen sich die Muskeln nicht, wir verbrennen keine Energie, der Stoffwechsel wird behindert.“ Die Risiken durch das lange Sitzen würden aber nicht unbedingt dadurch reduziert, dass der Betroffene mehr Sport treibe. Denn selbst Leute, die Sport trieben, hätten ein höheres Risiko, früh zu sterben, wenn sie zu anderen Zeiten des Tages lange vor dem Fernseher saßen. Über alle Todesursachen betrachtet, war das Sterberisiko von Dauerfernsehern in der Studie rund anderthalb Mal so hoch wie bei Probanden mit wenig Fernsehkonsum.

Die Botschaft der australischen Forscher ist eindeutig: Es geht darum, sich mehr und öfter zu bewegen. Und das bezieht sich nicht alleine auf den Fernsehkonsum, sondern vor allem auch auf die Büroarbeit. Ihr Vorschlag: zentrale Papierkörbe und Postsammelstellen einrichten, damit die Mitarbeiter öfter am Tag aufstehen uns sich bewegen müssen. Wie realistisch solche Vorschläge sind, bleibt offen. Doch es gilt weiterhin, bei Büroplanungen intensiv darüber nachzudenken, wie die physische Beweglichkeit der Menschen im Arbeitsablauf gefördert werden kann, ohne dass die Arbeitseffizienz gestört wird. Theoretisch ist es leider in vielen Bereichen möglich, nahezu alle Arbeitsabläufe am Bildschirm zu erledigen. Selbst wenn dann moderne Bürostühle mit optimaler Bewegungsförderung zum Einsatz kommen, kann das nicht das notwendige Laufen, Treppensteigen oder andere körperliche Betätigungen ersetzen. Hinzu kommt, dass Bewegungsmangel in Verbindung mit anderem Fehlverhalten zu einem sich verstärkenden negativen Regelkreis werden kann. Wer sich wenig bewegt, legt auch schnell an Gewicht zu. Und starkes Übergewicht wiederum führt zu einer zusätzlichen schmerzhaften Belastung der Bandscheiben auch schon bei jüngeren Menschen. Am Children’s Hospital at Montefiore in New York stellten Ärzte fest, dass bei den Übergewichtigen Bandscheibenprobleme weit häufiger auftreten als bei Normalgewichtigen. Wer aber schon Rückenbeschwerden und Übergewicht hat, lässt sich oft nur schwer dazu motivieren, seinen Problemen mit mehr Bewegung im wahrsten Sinne des Wortes zu Leibe zu rücken! Bleibt abschließend die Erkenntnis, dass die Büroplaner noch mehr als bisher auf bewegungsfördernde Bürokonzepte und -einrichtungen setzen sollten. Die modernen Möblierungsangebote bieten eine breite Palette von höhenverstellbaren Arbeitsflächen und Steh-Sitzmöbeln, die einen mühelosen Wechsel der Arbeitspositionen fördern. Hier gilt es, das Bewusstsein der Unternehmer und Manager dahin gehend zu erweitern, dass gesündere Mitarbeiter auch gleichzeitig die leistungsfähigeren sind. An diesem Ziel weiter mit Hochdruck zu arbeiten, liegt im Interesse beider Seiten! W.O.Geberzahn Weitere Informationen: http://www.vbg.de/wbt/ruecken/html/start.html http://www.vbg.de/wbt/ruecken/html/start.html

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27.01.2010 - Gesundheit

Wer rastet, der rostet – Bewegung hält gesund!

Nichts dominiert unseren Alltag so sehr wie das Sitzen: Wir sitzen am Frühstückstisch und im Büro, wir sitzen im Meeting und im Flieger, wir sitzen im Wartezimmer und im Auto, und wenn wir abends nach Hause kommen, sitzen wir wieder vom dem Fernseher. Gleichzeitig sind wir eine mobile Gesellschaft, die sich sowohl in virtuellen wie realen Räumen ununterbrochen bewegt. Das allerdings meistens sitzend. Es klingt paradox, wenn wir uns durch die ganze Welt bewegen, gleichzeitig aber unter Bewegungsmangel leiden. Die Folgen sind aber dramatisch: Herzleiden, Bluthochdruck und Übergewicht könnend das Leben verkürzen.

Eigentlich kannten wir die Zusammenhänge schon immer, wie unsere Vorfahren bereits wussten: „Wer rastet, der rostet.“ Doch heute lassen wir uns nur noch von wissenschaftlichen Erkenntnissen und entsprechenden Studien beeindrucken. Jetzt wurde eine Studie von einem Forscherteam um Dr. David Dunstan aus Melbourne / Australien veröffentlicht, die den Zusammenhang von Bewegungsmangel aufgrund zu hohen Fernsehkonsums und Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislaufleiden nachweist. Die Wissenschaftler vom Herz- und Diabetesinstitut in Melbourne hatten mehr als 8.800 Australier über sechs Jahre beobachtet und untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: wer täglich mehr als vier Stunden vor dem Fernseher saß, hatte ein doppelt so hohes Risiko an einem Herz- oder Kreislaufleiden zu sterben.

Das Problem sei das regungslose Sitzen, meint Dr. Dunstan. „Dann bewegen sich die Muskeln nicht, wir verbrennen keine Energie, der Stoffwechsel wird behindert.“ Die Risiken durch das lange Sitzen würden aber nicht unbedingt dadurch reduziert, dass der Betroffene mehr Sport treibe. Denn selbst Leute, die Sport trieben, hätten ein höheres Risiko, früh zu sterben, wenn sie zu anderen Zeiten des Tages lange vor dem Fernseher saßen. Über alle Todesursachen betrachtet, war das Sterberisiko von Dauerfernsehern in der Studie rund anderthalb Mal so hoch wie bei Probanden mit wenig Fernsehkonsum.

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