Designmanagement ist ein komplexer Vorgang – doch keineswegs so schwierig wie oft angenommen. Bild: Innovationsfaktor Design

03.02.2010 - Design & Architektur

Design für den Unternehmenserfolg – jetzt gibt es eine informative Broschüre

Ohne Design geht gar nichts mehr. Design ist überall. So scheint es zumindest. Großunternehmen beschäftigen weltweit oft ganze Bataillone von Designern und sogar die Billig-Produkte eines Kaffeerösters verströmen heute eine Gestaltqualität, die noch vor fünfzehn Jahren den ersten Häusern vorbehalten war. Dass Produkte und Dienstleistungen ohne gutes Design so gut wie chancenlos sind, hat sich in der Breite herumgesprochen. Doch für kleine und mittlere Unternehmen, besonders in technisch orientierten Branchen, gilt das nicht automatisch. Hier gibt es oft noch Unsicherheiten hinsichtlich des Designnutzens, der Designstrategien, der Kosten und der Vermarktung. Um diese Unsicherheiten auszuräumen hat der Verband Deutscher Industrie Designer e.V. (VDID) jetzt zusammen mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg die Broschüre „Innovationsfaktor Design – Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen“ herausgebracht.

„Wir können uns ja mal einen Designer holen,“ so die halbherzige Aussage mancher Mittelständler, die als Kaufleute oder Techniker versuchen, in ihrem Unternehmen Bewährtes zu erhalten oder ihm neuen Rückenwind zu geben, manchmal beides. Diese Tüftler sind eigentlich in jeder Hinsicht erfolgreich, doch der ganzheitliche und übergreifende Aspekt des Designs ist ihnen zunächst fremd und auch ein bisschen unheimlich. Hinzu kommt, dass in Zeiten ökonomischer Schwierigkeiten alles, „was nicht unbedingt nötig ist,“ gerne von der Maßnahmenliste gestrichen wird. Dass Design nichts mit „Verhübschen“ oder gar „Schönmachen“ zu tun hat, müssen sie erst lernen. Vor allem die Tatsachen, dass Design die Produkte aufwertet, dadurch den Verkaufserfolg erhöht und in vielen Fällen die Produktionskosten sogar gesenkt werden können, müssen erst in ihrem Kontext verstanden werden. Kurz gesagt: die Vorgehensweise im Umgang mit Design muss genau strukturiert und geplant werden. Und genau hier hakt die Broschüre ein. Es werden beispielsweise die unterschiedlichen Phasen des Designprozesses beschrieben. Dieser beginnt mit der Recherche- und Planungsphase, dem so genannten Briefing, führt über die Ideen- zur Konzeptionsphase, mündet in der Entwicklungsphase in den Designentwurf, der dann in die Realisierungsphase übergeht und nicht zuletzt in der Nachbetreuung neu analysiert und auf künftige Perspektiven abgeklopft wird. Das alles wird mit übersichtlichen Checklisten unterlegt und ist für den Einsteiger leicht verständlich aufbereitet.

Im weiteren Verlauf werden die praktischen Qualitäten des Designs beschrieben, der Mehrwert guter Gestaltung wird analysiert und in einem kurzen Überblick werden die wichtigsten Zielgruppenmilieus angerissen. Und es wird verdeutlicht, dass konsequentes Design erheblich zum Wachstum einer Marke durch Stärkung der Kompetenz betragen kann. Und hier schließt sich der Kreis: ein starkes Corporate Design, also das Erscheinungsbild eines Unternehmens nach außen, ist die Grundvoraussetzung einer klar definierten Unternehmensidentität, also einer Corporate Identity. Und nicht zuletzt hilft Design bei der Umsetzung ethischer und ökologischer Ziele. Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit bei der Produktplanung werden von den Konsumenten immer mehr eingefordert. Gutes Design integriert solche Zusammenhänge und lässt sie für den Nutzer spür- und sichtbar werden. Besonders ist hilfreich ist das Glossar am Ende der Broschüre. Hier werden für Einsteiger Begriffe wie Designmanagement, Universal Design oder Usability erläutert. Und wer sich nach den zahlreichen Informationen hat überzeugen lassen, seine Designaktivitäten zu verstärken, findet im Anschluss Adressen von Verbänden, Institutionen und Kompetenznetzwerken. Der Vorteil der Broschüre liegt in ihrem Praxisbezug. Mit den Vorurteilen vieler Mittelständler wird hier kräftig aufgeräumt. Denn viele fürchten sich noch immer vor dem vermeintlichen finanziellen Aufwand, scheuen sich, guten Designern zu vertrauen. Doch die Zeiten haben sich geändert: Hervorragende Qualität ohne profiliertes Design ist heute nicht mehr möglich. Und das gilt für die Hersteller von Möbeln in gleichem Maße wie für Maschinenbauer oder Kabelklemmenproduzenten. W.O.Geberzahn Weitere Informationen: http://www.design-center.de/wp-content/uploads/2009/12/Innovationsfaktor_Design.pdf http://www.design-center.de/wp-content/uploads/2009/12/Innovationsfaktor_Design.pdf

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03.02.2010 - Design & Architektur

Design für den Unternehmenserfolg – jetzt gibt es eine informative Broschüre

Ohne Design geht gar nichts mehr. Design ist überall. So scheint es zumindest. Großunternehmen beschäftigen weltweit oft ganze Bataillone von Designern und sogar die Billig-Produkte eines Kaffeerösters verströmen heute eine Gestaltqualität, die noch vor fünfzehn Jahren den ersten Häusern vorbehalten war. Dass Produkte und Dienstleistungen ohne gutes Design so gut wie chancenlos sind, hat sich in der Breite herumgesprochen. Doch für kleine und mittlere Unternehmen, besonders in technisch orientierten Branchen, gilt das nicht automatisch. Hier gibt es oft noch Unsicherheiten hinsichtlich des Designnutzens, der Designstrategien, der Kosten und der Vermarktung. Um diese Unsicherheiten auszuräumen hat der Verband Deutscher Industrie Designer e.V. (VDID) jetzt zusammen mit dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg die Broschüre „Innovationsfaktor Design – Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen“ herausgebracht.

„Wir können uns ja mal einen Designer holen,“ so die halbherzige Aussage mancher Mittelständler, die als Kaufleute oder Techniker versuchen, in ihrem Unternehmen Bewährtes zu erhalten oder ihm neuen Rückenwind zu geben, manchmal beides. Diese Tüftler sind eigentlich in jeder Hinsicht erfolgreich, doch der ganzheitliche und übergreifende Aspekt des Designs ist ihnen zunächst fremd und auch ein bisschen unheimlich. Hinzu kommt, dass in Zeiten ökonomischer Schwierigkeiten alles, „was nicht unbedingt nötig ist,“ gerne von der Maßnahmenliste gestrichen wird. Dass Design nichts mit „Verhübschen“ oder gar „Schönmachen“ zu tun hat, müssen sie erst lernen. Vor allem die Tatsachen, dass Design die Produkte aufwertet, dadurch den Verkaufserfolg erhöht und in vielen Fällen die Produktionskosten sogar gesenkt werden können, müssen erst in ihrem Kontext verstanden werden.

Kurz gesagt: die Vorgehensweise im Umgang mit Design muss genau strukturiert und geplant werden. Und genau hier hakt die Broschüre ein. Es werden beispielsweise die unterschiedlichen Phasen des Designprozesses beschrieben. Dieser beginnt mit der Recherche- und Planungsphase, dem so genannten Briefing, führt über die Ideen- zur Konzeptionsphase, mündet in der Entwicklungsphase in den Designentwurf, der dann in die Realisierungsphase übergeht und nicht zuletzt in der Nachbetreuung neu analysiert und auf künftige Perspektiven abgeklopft wird. Das alles wird mit übersichtlichen Checklisten unterlegt und ist für den Einsteiger leicht verständlich aufbereitet.

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